ich weiß net wie weit ich im alten forum war, aber mittlerweile glaube ich, dass ich den stand wieder einggeholt habe und dieser neue teil also noch unveröffentlicht war. dann wäre es jetzt weltpremiere
31. Teil
Unterdessen lag Yanosch in seinem Bett und hoffte, dass sein Stiefvater ihn diese Nacht verschonen würde. Doch die Erfahrungen der Jahre ließen diese Hoffnung aufs fast Unmögliche schmelzen. Seit fast zwei Tagen hatte er nun nicht mehr geschlafen und seine Kraft ließ langsam und allmählich nach. Seine Augen wurden schwerer, sein Atem langsamer und gerade als der Schlaf überhand zu nehmen schien, öffnete sich die Zellentür. Noch bevor der Junge richtig erwachte, wurde er am Arm aus dem Bett gezerrt. Yanosch wusste, dass das Gefängnis seine Endstation war. Er verlor die Gewalt über seine geschärften Sinne, die ihn in den letzten Jahren rechtzeitig vor dem Erscheinen von Brad gewarnt hatten. Ohne ein Ton zu sagen, schliff Brad den Jungen bis in den Duschraum der Häftlinge. Er hatte im Vorfeld eine Wanne randvoll mit kaltem Wasser laufen lassen, packte seinen Stiefsohn im Genick und tauchte ihn unter. Yanosch war irritiert. Er kannte Bradley nur als einen Mann, der, wenn er brutal wurde, auch gleichzeitig die Lautstärke seiner Stimme erhob. Diese Ruhe machte dem Jungen Angst. Er versuchte unter Wasser, seine Fassung wieder zu erlangen. Nur wenn er ruhig bleiben würde, konnte er hoffen, so wenig Sauerstoff wie möglich zu verbrauchen und die Gefahr eines Asthmaanfalles zu verringern. Doch der Gedanke, dass Brad dieses Mal sein Werk vollenden und den Jungen töten würde, wuchs mit jeder Sekunde, die er unter Wasser gedrückt wurde. Nach einer endlos lang wirkenden Zeit zog er Yanosch wieder aus dem kalten Nass.
„Wage es ja nie wieder, deine Hand gegenüber der Ärztin zu erheben.“ flüsterte Bradley seinem Stiefsohn ins Ohr, der all das verschluckte Wasser aus seiner Lunge prustete und versuchte möglichst viel Luft zu schnappen, in der Annahme, dass es nicht sein letzter Ausflug unter Wasser war. Ehe er den Gedanken zu Ende führen konnte, wurde er wieder untergetaucht. Sein jahrelanges Wassersprungtraining brachte ihm einen großen Vorteil ein. Gegenüber anderen Menschen konnte er länger unter Wasser bleiben, ohne in Panik zu geraten, doch Brad trieb es bis aufs Äußerste. Mit aller Kraft versuchte der Junge sich gegen seinen Stiefvater aufzubäumen, doch dieser hatte ihm allein schon an Körpergewicht mehr entgegenzusetzen.
Bradley bemerkte, dass der Körper seines Unterlegenen an Spannung verlor. Langsam erwachte er wieder aus seinem Zorn. Kurz bevor der Junge das Bewusstsein verlor, holte er ihn wieder an die Luft. Mit einem Tritt in den Brustkorb half er ihm zu neuem Atem.
„Du weißt, was ich von dir wissen will!“
Ohne eine Regung von Mitgefühl sah er Yanosch zu, wie dieser versuchte, neben ständigem Husten genügend Sauerstoff zu bekommen. Dieses Mal hatte der Junge den rettenden Spray dabei. Nur sehr langsam verbreitete sich das Aerosol in der Lunge und brachte eine entspannende Wirkung. Yanosch lag auf dem kalten Fliesenboden und wagte es nicht sich zu bewegen. Zu groß war seine Angst vor den nächsten Sekunden und Minuten.
Brad plante den nächsten Schritt, wie er aus dem kleinen Mistkerl den Aufenthaltsort seiner Frau und seiner zwei kleinen Kinder herausbekommen könnte und drehte die Duschen auf.
Yanosch sah, dass der Dampf sich im gesamten Raum ausbreitete und war verzweifelt, in der Wanne nicht das Ende gefunden zu haben.
„Hast du mir was zu sagen?“ Brad packte den am Boden liegenden Jungen fest am Oberarm.
Was vor Tagen noch selbstsicher und voller Entschlossenheit klang, drang jetzt mit letzter Kraft hervor.
„Du wirst es nie erfahren. Egal was dir noch einfällt.“ flüsterte Yanosch und vermied dabei den Blickkontakt. Er wusste, dass dieser im Moment nur alles verschlimmern würde.
Bradley zerrte den Jungen abwechselnd von der eiskalten Dusche unter das heiße Wasser. Die Haut des Jugendlichen konnte die extrem wechselnden Temperaturen nicht dementsprechend wahrnehmen. Sie erschienen wie Eiskristalle, die die Haut durchstießen und gleichzeitig hinterließen sie den Eindruck eines flammenden Infernos. Nur unter lautem Stöhnen konnte Yanosch die Schmerzen ertragen, bis er letztendlich das Bewusstsein verlor. Erst im Zellentrakt kam er wieder zu sich. Sein gesamter Körper zitterte. Trotz der brennenden Haut, die keinerlei Spuren des Martyriums aufwies, fror er bitterlich.
Michael kam von seiner nächtlichen „Einkaufstour“ zurück und erstarrte, als er sah, was in seiner Abwesenheit geschehen war.
„Er hat ihn wieder aus dem Bett gezerrt und den Zellentrakt verlassen. Ich weiß nicht, was er mit ihm gemacht hat, doch der Kleine ist vollkommen am Ende, Michael. Warum tut er ihm das an?“
Sucre war entsetzt. Er kannte den Wärter schon seit drei Jahren und wusste, dass er zur Brutalität neigte, doch zu solch einem Ausmaß war es bis jetzt noch nie gekommen.
Es musste ein Ende haben, das war Michael klar, aber er hatte immer noch keine passende Lösung gefunden, zumal Yanosch nicht wirklich kooperativ war.
„Du bleibst dort stehen – die ganze Nacht. Und wage es ja nicht, dich meinen Worten zu widersetzen.“ Brad beugte sich über seinen Stiefsohn und flüsterte ihm die Worte zu. Der Wärter zog seinen Schlagstock aus dem Gürtel, rammte ihn dem Jungen in die Rippen. Er hob drohend den Stock, um zu signalisieren, was folgen würde, wenn der Junge nicht tat, was ihm befohlen wurde.
Mühsam stand der Junge auf. Er wusste, dass er von Michael beobachtet wurde. Langsam blickte er zu ihm hinauf und schüttelte kaum sichtbar den Kopf.
Die nassen Sachen klebten am Leib des Jungen und zeichneten seinen schmächtigen und zitternden Körper ab. Bradley verließ triumphierend den Zellentrakt.
Die Nacht verging, wie jede Nacht, doch die Dunkelheit zog noch lange nicht vorbei. Wie eine Gewitterwolke hing sie über Michaels Gewissen. Wer sollte dem Jungen helfen, wenn nicht er. Das Leben dieses Jugendlichen lag in seiner Hand und das war ihm bewusst. Irgendjemand musste die Verantwortung übernehmen und dem Jungen zu einem Leben verhelfen, dass er verdient hatte.
FB ist natürlich gern gesehen



Endlich geht es weiter. Dir ist bewusst, dass du jetzt jeden Tag einen neuen Teil online stellen musst, ya?
Nun bemerkt also selbst Sucre, dass da was vor sich geht. Warum bemerkt es niemand anders? Warum gelangt es nicht irgendwie zu Pope, vor allem weil die gute Sara doch immer so pflichtbewusst ist und solch brutale Fälle doch melden sollte?






Set made by pinkman

Sehr gut beschrieben finde ich.